Getragene Socken verkaufen.
Was gilt steuerlich?
Ein aktueller Überblick für Verkäufer:innen in Deutschland: wann ein Gewerbe relevant werden kann, wie die Kleinunternehmerregelung funktioniert und warum Plattformmeldungen nicht automatisch Steuerpflicht bedeuten.
Dieser Guide ersetzt keine Steuer- oder Rechtsberatung.
Ob eine konkrete Tätigkeit gewerblich oder steuerpflichtig ist, hängt von den tatsächlichen Umständen ab. Bei Unsicherheit solltest du dich an Finanzamt, Gewerbeamt oder eine steuerliche Beratung wenden.
Regelmäßig verkaufen
kann Pflichten auslösen.
Wer planmäßig, dauerhaft und mit Gewinnerzielungsabsicht verkauft, kann steuerliche und gewerbliche Pflichten haben. Gelegentliche private Verkäufe sind anders zu beurteilen als ein dauerhaft aufgebautes Verkaufsangebot.
Getragene Socken verkaufenNicht das Produkt entscheidet.
Sondern wie du verkaufst.
Ob du getragene Socken, Kleidung oder andere zulässige Artikel verkaufst, ist steuerlich nicht allein wegen des Produkts besonders. Entscheidend ist vor allem, wie regelmäßig, planmäßig und mit welcher Gewinnerzielungsabsicht du handelst.
Ein einzelner privater Verkauf ist etwas anderes als ein dauerhaft aufgebautes Verkäuferprofil mit wiederkehrenden Angeboten und Einnahmen. Wer regelmäßig verkauft, sollte früh prüfen, ob eine Gewerbeanmeldung erforderlich ist.
Für den eigentlichen Verkaufsprozess auf HotSlips findest du den separaten Bereich Getragene Socken verkaufen.
25.000 € und 100.000 €:
die aktuellen Grenzen.
Die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG wurde geändert. Nach aktueller Rechtslage gilt die Umsatzsteuerbefreiung grundsätzlich, wenn der Gesamtumsatz im vorangegangenen Kalenderjahr 25.000 € nicht überschritten hat und im laufenden Kalenderjahr 100.000 € nicht überschreitet.
Diese Grenzen betreffen die umsatzsteuerliche Kleinunternehmerregelung. Sie sagen nicht automatisch aus, ob eine Tätigkeit gewerblich ist oder ob Einkommensteuer anfällt. Diese Fragen müssen getrennt betrachtet werden.
Wenn dein Verkauf wächst, solltest du deshalb nicht nur auf eine einzelne Umsatzgrenze schauen, sondern deine gesamte steuerliche Situation prüfen lassen.
30 Verkäufe / 2.000 €:
Meldegrenze ist nicht Steuergrenze.
Nach dem Plattformen-Steuertransparenzgesetz können Plattformbetreiber verpflichtet sein, Verkäuferdaten zu melden. Für Warenverkäufe gilt eine Ausnahme nur, wenn im Meldezeitraum weniger als 30 relevante Verkäufe durchgeführt wurden und die Vergütung insgesamt weniger als 2.000 € beträgt.
Wichtig: Diese Schwellenwerte sind keine automatische Steuerfreigrenze. Eine Meldung an Behörden bedeutet nicht automatisch, dass genau auf diesen Betrag Steuer anfällt. Umgekehrt können steuerliche Pflichten auch unterhalb dieser Meldeschwellen bestehen.
Drei Dinge,
die Verkäufer:innen früh klären sollten.
Je strukturierter du Einnahmen und Ausgaben dokumentierst, desto einfacher wird die spätere Einordnung.
Einnahmen dokumentieren
Halte Verkäufe, Gebühren, Versandkosten und andere relevante Ausgaben nachvollziehbar fest.
Gewerbe prüfen
Wenn du dauerhaft und planmäßig verkaufst, kläre frühzeitig mit deinem Gewerbeamt, ob eine Anmeldung erforderlich ist.
Steuerliche Einordnung klären
Bei Unsicherheit zu Einkommensteuer, Umsatzsteuer oder Kleinunternehmerregelung hilft eine individuelle steuerliche Beratung.
Die Plattform nimmt dir
deine steuerliche Verantwortung nicht ab.
HotSlips stellt Plattformfunktionen für Profile, Angebote und Kommunikation bereit. Welche steuerlichen oder gewerblichen Pflichten für dich gelten, hängt aber von deiner eigenen Tätigkeit und Situation ab.
Verlasse dich deshalb nicht auf pauschale Aussagen wie „unter Betrag X ist alles steuerfrei“. Solche Aussagen vermischen unterschiedliche Rechtsgebiete und können schnell veraltet sein.
Steuern & Gewerbe:
häufige Fragen.
Antworten auf einige Fragen, die du haben könntest, wenn du neu auf der Plattform bist.
Muss ich beim Verkauf getragener Socken Steuern zahlen?
Das hängt von deiner konkreten Tätigkeit und deinen gesamten Einkünften ab. Regelmäßige Verkäufe mit Gewinnerzielungsabsicht können steuerlich relevant sein.
Wann kann ein Gewerbe erforderlich sein?
Wenn du planmäßig, dauerhaft und selbstständig mit Gewinnerzielungsabsicht verkaufst, kann eine gewerbliche Tätigkeit vorliegen. Die konkrete Einordnung sollte im Zweifel mit dem Gewerbeamt oder einer Beratung geklärt werden.
Welche Grenzen gelten 2026 für die Kleinunternehmerregelung?
Nach § 19 UStG gilt grundsätzlich: höchstens 25.000 Euro Gesamtumsatz im vorangegangenen Kalenderjahr und höchstens 100.000 Euro im laufenden Kalenderjahr.
Sind 30 Verkäufe oder 2.000 Euro automatisch steuerfrei?
Nein. Diese Werte stammen aus den Regeln zur Plattformmeldung und sind keine allgemeine Steuerfreigrenze.
Meldet eine Plattform automatisch meine Verkäufe?
Plattformbetreiber können nach dem Plattformen-Steuertransparenzgesetz meldepflichtig sein. Ob dein Konto erfasst wird, hängt von den gesetzlichen Kriterien und dem konkreten Meldezeitraum ab.
Wo starte ich mit dem Verkauf auf HotSlips?
Im Bereich Getragene Socken verkaufen findest du den praktischen Seller-Einstieg und kannst dich kostenlos registrieren.
Steuern verstanden?
Dann plane dein Angebot sauber.
Starte mit einem klaren Verkäuferprofil, dokumentiere deine Verkäufe und kläre steuerliche Fragen rechtzeitig.
